Hinter einem Klebeband steckt mehr Technik, als man denkt. Mehr Hintergrundinformationen zu den Produkten und Technologien finden Sie hier. 

Technologien

Hier informieren wir Sie über die unterschiedlichen Klebertechnologien und Trägermaterialien

Klebersysteme

Trägermaterialien

Kräfte in der Klebetechnik

 

Prinzipiell gibt es zwei Kräfte, welche die Basis einer jeden Klebeverbindung darstellen: Die Adhäsion und die Kohäsion:

Unter Adhäsion versteht man die Haftung von Klebschichten an den Oberflächen. Diese Haftung entsteht durch Anziehungskräfte, auch Adhäsionskräfte oder zwischenmolekulare Bindungskräfte genannt. Diese wirken an den Grenzflächen zwischen gleichen oder unterschiedlichen Stoffen bis zu einer Distanz von 10 – 5 mm. Je intensiver der Kontakt zwischen diesen Flächen, desto stärker die Adhäsion. Da optisch glatt erscheinende Flächen unter dem Mikroskop tatsächlich zerklüftete Oberflächen aufweisen, werden diese Zwischenräume mit Klebstoffen gefüllt. Somit wird die effektive Kontaktfläche zwischen den Bindungspartnern vergrößert, was zu einer Maximierung der Adhäsion führt.

Die Kohäsion ist die innere Festigkeit des Klebers. Durch die Kohäsionskräfte, welche den Zusammenhalt des Klebstoffs bewirken, wird die Verbindung belastbar. Die Kohäsionskräfte sind für die Festigkeit des ausgehärteten Klebstoffs vor allem bei statischer Beanspruchung verantwortlich.

Kohäsion und Adhäsion eines Klebers stehen in Relation zueinander: Allgemein gilt die Faustregel, je härter der Kleber, desto höher die Kohäsion und geringer die Adhäsion. Und umgekehrt. Die Kohäsion und Adhäsion eines Klebstoffs sind durch unterschiedliche Kleberrezepturen variierbar, wodurch weichere und härtere Klebstoffe entstehen.

Welche Kräfte belasten Klebeverbindungen? 

Beim Klebeband haben die Schäl- und Scherkräfte die größte Bedeutung.

Schälkräfte wirken unter einem Winkel >0° auf die Klebung ein und beschreiben den Widerstand, den das Klebeband dem Abziehen per Hand entgegensetzt.

Scherkräfte sind ein Maß für die Belastbarkeit, die die Verbindung parallel zur Applikationsrichtung des Klebebandes besitzt. Beim Verpackungsklebeband sind sie für den zuverlässigen Verschluss der Kartonlaschen unter statischer und dynamischer Belastung verantwortlich.

Was geschieht beim „Bruch“ mit der Klebeverbindung?

Ein Kohäsionsbruch ist durch Kleberrückstände an den Oberflächen charakterisiert, und bedeutet, dass der innere Zusammenhalt der Klebmasse nicht ausreichend war. Bei Adhäsionsbruch ist die innere Festigkeit des Klebers höher als die Klebkraft auf der Oberfläche, was sich durch rückstandsfreies Ablösen des Klebers von der Oberfläche zeigt. Je nach Anforderung aus der speziellen Klebeband-Anwendung ist ein Kohäsions- bzw. Adhäsionsbruch gewünscht. Beim Oberflächenschutz beispielsweise ist rückstandsfreies Ablösen (Adhäsionsbruch) des Klebebands wichtig. Beim Sicherheitsklebeband dagegen weisen Kleberrückstände (Kohäsionsbruch) auf ein unerlaubtes Öffnen des Kartons hin. Ein Kohäsions- bzw. Adhäsionsbruch kann aber auch darauf hindeuten, dass das gewählte Produkt für die Anwendung ungeeignet war oder das Klebeband fehlerhaft ist. Die korrekte Auswahl des Klebebands ist je nach Anforderung an die spezielle Anwendung entscheidend.

Lassen Sie sich beraten!

Optimaler Kartonverschluß

Was ist für einen optimalen Kartonverschluss wichtig?

Prüfmethoden

Im hauseigenen Labor wird die Qualität unserer Klebebänder auf Basis international geltender Testverfahren und speziell entwickelter Praxistests geprüft. Eine lückenlose Dokumentation durch unser Kontrollnummernsystem ermöglicht jederzeit die Rückverfolgung des fertigen Produkts bis hin zu seinen Rohstoffen. 
Wichtige Tests im Einzelnen:
 

Verarbeitungshinweise

Bei der Verarbeitung von Selbstklebändern ist auf einen gleichbleibenden Anpressdruck des Klebebandes auf den Karton zu achten. Bei zu geringem Anpressdruck löst sich das Klebeband von der Oberfläche und der Karton geht auf. Bei der Verarbeitung im Handabroller ist darauf zu achten, dass das Klebeband mit der Lasche über die gesamte Kartonlänge und die beiden Stirnseiten angedrückt wird. Ein Überdehnen des Bandes ist zu vermeiden. Beim maschinellen Kartonverschluss wird das Band optimal über den Karton geführt und dabei gleichbleibend angedrückt.

Um Rollenbeschädigungen vorzubeugen, sollte der Karton und die Schrumpfverpackung nicht mit einem scharfen oder spitzen Gegenstand geöffnet bzw. entfernt werden. Um das Öffnen zu erleichtern, verfügen viele unserer Umverpackungen über eine seitliche sogenannte Push-and-Pull-Perforation. Generell ist wichtig, dass sowohl das Klebeband als auch die eingesetzte Kartonage bei Raumtemperatur gelagert werden.  

Lagerung

Selbstklebebänder sind aufgrund ihrer Beschaffenheit und chemischen Zusammensetzung limitiert lagerfähig. Hohe Temperaturen im Sommer und Minusgrade im Winter beeinflussen das Klebeband sogar im verschlossenen Karton. Eine unsachgemäße Lagerung nimmt massiven Einfluss auf die Produkteigenschaften: die Klebebandrolle verformt sich und die Klebeeigenschaften verändern sich. Der Kleber wird spröde oder spaltet sich. Für eine optimale Verarbeitbarkeit empfehlen wir, Selbstklebebänder in der Originalverpackung, trocken, lichtgeschützt und in einem Temperaturbereich zwischen 15° und 25 °C zu lagern. Dadurch behalten sie ihre ursprünglichen Eigenschaften und lassen sich problemlos verarbeiten.