Hinter einem Klebeband steckt mehr Technik, als man denkt. Mehr Hintergrundinformation zu den Produkten und Technologien finden Sie hier. Falls Sie bereits wissen, was für ein Klebeband Sie suchen, ist der Produktfinder genau das Richtige für Sie.

Produkt Finder

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TECHNOLOGIEN

Hier informieren wir Sie über die unterschiedlichen Klebertechnologien und Trägermaterialien

KLEBERSYSTEME

Naturkautschuk

Wir konzentrieren uns auf die Herstellung und Weiterentwicklung von Naturkautschuk-Klebern, die auf PVC-, BOPP-/MOPP-, Papier- und PET-Trägermaterialien beschichtet werden. Naturkautschuk-Kleber sind vielseitig einsetzbar und sichern einen dauerhaften Kartonverschluss – auch auf kritischen Oberflächen (z.B. Recycling-Kartons) und unter extremen Bedingungen.

VORTEILE:

  • gute Temperaturbeständigkeit
  • hohe Scherfestigkeit
  • breites Anwendungsspektrum

Hotmelt

Zur Vervollständigung unserer Produktpalette bieten wir Klebebänder an, die mit einem Hotmelt-Kleber beschichtet sind. Synthetischer Kautschuk – in Form eines Granulates – wird geschmolzen und in heißem Zustand auf das Trägermaterial aufgetragen.

VORTEILE:

  • hohe Klebkraft auf Stahl
  • hohe Transparenz
  • gute Soforthaftung

Acrylat

Zur Vervollständigung unserer Produktpalette bieten wir Klebebänder an, die mit einem Acrylat-Kleber beschichtet sind. Man unterscheidet zwischen Dispersions-Acrylat-Klebern, die wasserlöslich sind und den Markt beherrschen, und Lösemittel-Acrylat-Klebern. Der vom Rohstoff-Lieferanten vorgefertigte Dispersions-Acrylat-Kleber wird in erster Linie auf BOPP-Trägermaterialien beschichtet. Er kann in seiner Komposition nicht beeinflusst werden.

VORTEILE:

  • hohe Transparenz
  • gute UV-Beständigkeit
  • gute Alterungsbeständigkeit

Trägermaterialien

PVC

Für die Herstellung unserer PVC Klebebänder setzen wir monoaxial gereckte Hart-PVC-Folien ein. PVC steht für Polyvinylchlorid. Das Trägermaterial ist frei von Weichmachern und sowohl in transparent, glatt und geprägt, als auch in verschiedenen Farben verfügbar. Bei monta werden Foliendicken von 30 μ – 60 μ verarbeitet. 

VORTEILE

  • stabiles Trägermaterial
  • hervorragende Bedruckbarkeit
  • leise und gleichmäßig abrollend
  • geringe Dehnung

BOPP/MOPP

Bei Polypropylen-Folien unterscheidet man zwischen

biaxial gereckten Polypropylen-Folien (BOPP)

und

monoaxial gereckten Polypropylen-Folien (MOPP)

BOPP Trägermaterialien werden vor allem für die Herstellung von klassischen Verpackungsselbstklebebändern eingesetzt, wenn es auf ein solides Preis-Leistungs-Verhältnis ankommt. Bei monta werden Foliendicken von 25 μ – 50 μ verarbeitet.

VORTEILE VON BOPP

  • harmoniert mit allen Klebersystemen
  • laut oder leise abrollbare Versionen möglich
  • hohe Reißfestigkeit in Längs- und Querrichtung
  • gute Temperaturbeständigkeit

MOPP Trägermaterialien werden für die Herstellung von Spezialklebebändern eingesetzt, wenn auf eine gute Stabilität Wert gelegt wird. Bei monta werden Foliendicken von 55 μ – 110 μ verarbeitet.

VORTEILE VON MOPP:

  • geringe Dehnung
  • hohe Reißfestigkeit in Längsrichtung
  • gute Temperaturbeständigkeit

Papier

Trägermaterialien auf Papierbasis stellen eine Alternative zu Kunststoff-Folien dar. Der Papierträger ist imprägniert und somit feuchtigkeits- und witterungsbeständig. Bei monta wird Papier mit einem Gewicht von 60 g/qm verarbeitet.

VORTEILE:

  • silikonfrei
  • gute Bedruckbarkeit
  • Recycling-gerecht

PET

PET steht für Polyethylentherephthalat und ist im Markt unter dem Namen Polyester bekannt. Das biaxial orientierte Trägermaterial wird für die Herstellung von Spezialklebebändern eingesetzt, wenn es auf hohe Reißfestigkeit ankommt. Bei monta werden Foliendicken von 23 μ – 50 μ verarbeitet.

VORTEILE:

  • Hochleistungsträger
  • geringe Dehnung
  • hohe Temperaturbeständigkeit 

KRÄFTE IN DER KLEBETECHNIK

 

Prinzipiell gibt es zwei Kräfte, welche die Basis einer jeden Klebeverbindung darstellen: Die Adhäsion und die Kohäsion:

Unter Adhäsion versteht man die Haftung von Klebschichten an den Oberflächen. Diese Haftung entsteht durch Anziehungskräfte, auch Adhäsionskräfte oder zwischenmolekulare Bindungskräfte genannt. Diese wirken an den Grenzflächen zwischen gleichen oder unterschiedlichen Stoffen bis zu einer Distanz von 10 – 5 mm. Je intensiver der Kontakt zwischen diesen Flächen, desto stärker die Adhäsion. Da optisch glatt erscheinende Flächen unter dem Mikroskop tatsächlich zerklüftete Oberflächen aufweisen, werden diese Zwischenräume mit Klebstoffen gefüllt. Somit wird die effektive Kontaktfläche zwischen den Bindungspartnern vergrößert, was zu einer Maximierung der Adhäsion führt.

Die Kohäsion ist die innere Festigkeit des Klebers. Durch die Kohäsionskräfte, welche den Zusammenhalt des Klebstoffs bewirken, wird die Verbindung belastbar. Die Kohäsionskräfte sind für die Festigkeit des ausgehärteten Klebstoffs vor allem bei statischer Beanspruchung verantwortlich.

Kohäsion und Adhäsion eines Klebers stehen in Relation zueinander: Allgemein gilt die Faustregel, je härter der Kleber, desto höher die Kohäsion und geringer die Adhäsion. Und umgekehrt. Die Kohäsion und Adhäsion eines Klebstoffs sind durch unterschiedliche Kleberrezepturen variierbar, wodurch weichere und härtere Klebstoffe entstehen.

Welche Kräfte belasten Klebeverbindungen? 

Beim Klebeband haben die Schäl- und Scherkräfte die größte Bedeutung.

Schälkräfte wirken unter einem Winkel >0° auf die Klebung ein und beschreiben den Widerstand, den das Klebeband dem Abziehen per Hand entgegensetzt.

Scherkräfte sind ein Maß für die Belastbarkeit, die die Verbindung parallel zur Applikationsrichtung des Klebebandes besitzt. Beim Verpackungsklebeband sind sie für den zuverlässigen Verschluss der Kartonlaschen unter statischer und dynamischer Belastung verantwortlich.

Was geschieht beim „Bruch“ mit der Klebeverbindung?

Ein Kohäsionsbruch ist durch Kleberrückstände an den Oberflächen charakterisiert, und bedeutet, dass der innere Zusammenhalt der Klebmasse nicht ausreichend war. Bei Adhäsionsbruch ist die innere Festigkeit des Klebers höher als die Klebkraft auf der Oberfläche, was sich durch rückstandsfreies Ablösen des Klebers von der Oberfläche zeigt. Je nach Anforderung aus der speziellen Klebeband-Anwendung ist ein Kohäsions- bzw. Adhäsionsbruch gewünscht. Beim Oberflächenschutz beispielsweise ist rückstandsfreies Ablösen (Adhäsionsbruch) des Klebebands wichtig. Beim Sicherheitsklebeband dagegen weisen Kleberrückstände (Kohäsionsbruch) auf ein unerlaubtes Öffnen des Kartons hin. Ein Kohäsions- bzw. Adhäsionsbruch kann aber auch darauf hindeuten, dass das gewählte Produkt für die Anwendung ungeeignet war oder das Klebeband fehlerhaft ist. Die korrekte Auswahl des Klebebands ist je nach Anforderung an die spezielle Anwendung entscheidend.

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OPTIMALER KARTONVERSCHLUSS

Was ist für einen optimalen Kartonverschluss wichtig?
 

Klebkraft / Adhäsion

Die Klebkraft muss in Verbindung zur Klebrigkeit (Soforthaftung/Tack) und Scherfestigkeit auf Karton bewertet werden. Hohe Klebkraft-Werte auf Stahl alleine garantieren keinen dauerhaften Kartonverschluss. Niedrige Klebkraft-Werte andererseits weisen nicht unbedingt auf ein qualitativ schlechtes Klebeband hin. Das ausgewogene Zusammenspiel von Klebkraft, Klebrigkeit und Scherfestigkeit auf Karton ist ausschlaggebend für einen problemlosen Kartonverschluss.

Klebrigkeit (Soforthaftung/Tack)

Die Klebrigkeit, ermittelt im rolling-ball-Test, beschreibt die Anfangsklebkraft. Der Tack-Wert kann nicht unabhängig von Klebkraft und Scherfestigkeit auf Karton eindeutig interpretiert werden. Ein guter rolling-ball-Wert spricht für einen soliden Kleber, der sich unmittelbar nach der Applikation um die Kartonfasern legt. Acrylat-Klebebänder beispielsweise verzeichnen gute Tack-Ergebnisse bei minimalen Scherfestigkeitswerten. Hier kommt es deshalb beim Karton-Verschluss auf einen maximalen Anpressdruck und eine Verweildauer von bis zu 24 Stunden an.

Scherfestigkeit auf Karton

Eine treffende Aussage bezüglich der Scherfestigkeit eines Klebebandes gibt es nur bei gleichzeitiger Betrachtung der Klebkraft, Klebrigkeit und Kartonqualität.
 

Karton

Die Kartonoberfläche sollte keine Trennmittel wie Silikone oder Wachse enthalten sowie trocken und staubfrei sein. Es muss auf eine korrekte Stanzung, einen einwandfreien Falz sowie eine exakte Verklebung geachtet werden

Anpressdruck

Im englischen Sprachraum spricht man von "pressure sensitive tapes" (PST), wenn es um Verpackungsselbstklebebänder geht. PST konkretisiert, dass Klebebänder mit Anpressdruck aufgetragen werden müssen. Durch den Anpressdruck verbindet sich die Klebemasse mit der Kartonoberfläche und ermöglicht einen verlässlichen Kartonverschluss. Bei der Verarbeitung im Handabroller ist auf festen Anpressdruck zu achten, um das Band mit der Lasche über die gesamte Kartonlänge und Stirnseiten zu fixieren. Beim automatischen Kartonverschluss wird der Anpressdruck maschinell gesteuert.

Anwendungstemperatur

Ist die Anwendungstemperatur zu kalt, versprödet der Kleber. Bei zu warmer Anwendungstemperatur wird der Kleber schmierig. Auch wenn Klebebänder auf Naturkautschuk-Basis in extremen Temperaturen performen, ist die Verarbeitung bei Raumtemperatur entscheidend für einen dauerhaften Verschluss.

PRÜFMETHODEN

Im hauseigenen Labor wird die Qualität unserer Klebebänder auf Basis international geltender Testverfahren und speziell entwickelter Praxistests geprüft. Eine lückenlose Dokumentation durch unser Kontrollnummernsystem ermöglicht jederzeit die Rückverfolgung des fertigen Produkts bis hin zu seinen Rohstoffen.
Wichtige Tests im Einzelnen:
 

DIE KLEBKRAFTPRÜFUNG

In der Praxis bewertet man die Klebkraft in Verbindung mit Klebrigkeit (Soforthaftung/Tack) und Scherfestigkeit auf Karton. Um vergleichbare Werte zu erzielen, wird im Labor die Klebkraft auf einer Stahlplatte getestet. Hohe Klebkraftwerte auf Stahl allein garantieren jedoch noch keinen dauerhaften Kartonverschluss. Das ausgewogene Zusammenspiel von Klebkraft, Klebrigkeit und Scherfestigkeit ist ausschlaggebend für einen sicheren Kartonverschluss.

DER ROLLING-BALL-TEST

Die Klebrigkeit beschreibt die Anfangsklebkraft, die im Rolling-Ball-Test ermittelt wird. Bei diesem Test wird die Entfernung gemessen, die eine Stahlkugel, welche von einer schiefen Ebene rollt, auf der Kleberseite eines Klebebandes zurücklegt. Je kürzer die Strecke, desto besser die Soforthaftung.
Ein guter Rolling-Ball-Wert spricht für einen soliden Kleber, der sich unmittelbar nach der Applikation um die Kartonfasern legt  und damit eine feste mechanische Verbindung zum Substrat eingeht.

DIE SCHERFESTIGKEITSPRÜFUNG

Die Scherfestigkeit beschreibt die Verbindung zwischen Kleber und Karton. Beim Scherfestigkeitstest wird ein definiertes Stück Klebeband auf einer festgelegten Fläche Testliner (Karton aus 100 % Altpapier) aufgebracht und mit einem Zuggewicht beschwert. Gemessen wird der Zeitraum bis das Klebeband vom Karton abschert. Je länger das Band hält, desto besser.

DER KARTONPRAXISTEST

Bei der Auswahl des Klebebandes sind die Kartonqualität sowie die Rückstellkräfte der Kartonlaschen zu berücksichtigen. Die Kartonoberfläche sollte keine Trennmittel wie Silikone oder Wachse enthalten sowie trocken, fett- und staubfrei sein. Es muss auf eine korrekte Stanzung, einen einwandfreien Falz sowie eine exakte Verklebung des Kartons geachtet werden.
In den 1980er-Jahren wurde im Hause monta ein praxisorientierter Test entwickelt, der wichtiger Bestandteil unserer Qualitätsprüfung ist. Die Durchführung erfolgt mit einem unter Spannung verschlossenen Recycling-Karton. Dieser verbleibt anschließend für 48 Stunden in einem geschlossenen Raum mit einer Temperatur von 40°C und 60% relativer Luftfeuchtigkeit. Dieser Test zeigt, ob sich das Klebeband auf dem Karton hält und zur eingesetzten Kartonqualität passt.

DIE REISSKRAFTPRÜFUNG

Die Stabilität des Klebebandes spielt eine große Rolle, wenn der verschlossene Karton auf dem Transportweg starker Beanspruchung ausgesetzt ist, das Paket besonders schwer ist oder beispielsweise Gefahrgut versendet wird. Die ermittelte Reißkraft bezeichnet die Kraft, die erforderlich ist, um einen Klebestreifen in definierter Breite zum Reißen/Bersten zu bringen.

VERARBEITUNGSHINWEISE

Bei der Verarbeitung von Selbstklebändern ist auf einen gleichbleibenden Anpressdruck des Klebebandes auf den Karton zu achten. Bei zu geringem Anpressdruck löst sich das Klebeband von der Oberfläche und der Karton geht auf. Bei der Verarbeitung im Handabroller ist darauf zu achten, dass das Klebeband mit der Lasche über die gesamte Kartonlänge und die beiden Stirnseiten angedrückt wird. Ein Überdehnen des Bandes ist zu vermeiden. Beim maschinellen Kartonverschluss wird das Band optimal über den Karton geführt und dabei gleichbleibend angedrückt.

Um Rollenbeschädigungen vorzubeugen, sollte der Karton und die Schrumpfverpackung nicht mit einem scharfen oder spitzen Gegenstand geöffnet bzw. entfernt werden. Um das Öffnen zu erleichtern, verfügen viele unserer Umverpackungen über eine seitliche sogenannte Push-and-Pull-Perforation. Generell ist wichtig, dass sowohl das Klebeband als auch die eingesetzte Kartonage bei Raumtemperatur gelagert werden.  

 

LAGERUNG

Selbstklebebänder sind aufgrund ihrer Beschaffenheit und chemischen Zusammensetzung limitiert lagerfähig. Hohe Temperaturen im Sommer und Minusgrade im Winter beeinflussen das Klebeband sogar im verschlossenen Karton. Eine unsachgemäße Lagerung nimmt massiven Einfluss auf die Produkteigenschaften: die Klebebandrolle verformt sich und die Klebeeigenschaften verändern sich. Der Kleber wird spröde oder spaltet sich. Für eine optimale Verarbeitbarkeit empfehlen wir, Selbstklebebänder in der Originalverpackung, trocken, lichtgeschützt und in einem Temperaturbereich zwischen 15° und 25 °C zu lagern. Dadurch behalten sie ihre ursprünglichen Eigenschaften und lassen sich problemlos verarbeiten.

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